1860 Beginn der
Kupfer-Silbergewinnung neben eisenerz im Öxeltal. Der Abtransport des
Eisenerzes erfolgt nach Zerkleinerung in einem Pochwerk in Ledersäcken
von 60-80 kg mit Saumpferden und Karren über Samjoch - Ulpenalpe -
Knappenweg zur Arzjoch-Kapelle (Erzjoch). Der weitere Transport ins Tal
erfolgte nur im Winter mittels Sackzug (große Säcke aus Schweinshaut,
Gesamtgewicht 600-700 kg) auf dem Sackziehersteig über Wildaualm nach
Pankrazberg und durch die Karrengasse nach Kleinboden zur
Eisenhütte.
Die leeren Säcke wurden von
großen Hunden wieder den Berg hinaufgetragen. Die Produktion an
Eisenerz betrug jährlich zwischen 200 und 5000 Tonnen, der
Personalstand bis 500 Mann (Hütte und Bergbau). Die Belegschaft bestand
aus Bergknappen, Samern, Karrnern, Holzknechten, Hüttenleuten,
Köhlern, Schmieden, Schmelzern und Verwaltungsbeamten.