| Wie ein Krimi liest sich Heinz Zaks
Beschreibung, die 36 Gipfel des Karwendelhauptkammes im Alleingang und im Winter zu
überschreiten. Den Erstversuch mußte er wegen eines wilden Schneesturms abbrechen. Der
zweite Versuch glückte. Immer und immer wieder stellt sich in meinem Kopf die Frage:
Warum? Warum sich derartigen Strapazen aussetzen, warum das Leben riskieren? Und es
drängt mich, noch aufgewühlt vom lesen, sofort diese Frage Heinz Zak selbst bei unserem
Treffen in Scharnitz zu stellen. Sein Lächeln verrät, so einfach läßt sich dies nicht
beantworten. Zunächst, ganz zu Beginn seines "Kletterlebens", gab |
es da die sportliche Herausforderung. Nie habe
er dabei wirklich die Berge, die Natur, das Rundherum wahrgenommen. Auf der Suche nach
immer neuen Klettergebieten und - herausforderungen stieß Heinz Zak nicht nur auf
Amerika, sondern auch auf das darüber existierende Fotomaterial. Gleichzeitig ärgerte es
ihn, daß es entsprechend Vergleichbares hierzulande, in der Heimat, nicht gab. Also
machte er sich daran, Ähnliches zu versuchen. Durch die Linse betrachtet, entdeckte er
auf einmal Schönheiten, die ihm bislang verborgen geblieben waren: "Die Kamera war
der Schlüssel, eine Welt aufzusperren, entscheidende |
Gehhilfe in dieser neuen Welt, die ich Schritt
für Schritt erfahren durfte. Durch stundenlanges Warten auf Sonne, Mond oder Sterne - auf
Berggipfeln weitab der Zivilisation - lernte ich dieses kraftspendende und Erlebnistiefe
Verweilen und Schauen kennen." Mittlerweile ist Klettern zum Lebensinhalt geworden.
Durch das Klettern habe er nicht nur seinen Körper kennengelernt, sondern auch ein
geistiges Wohlbefinden gefunden. Freude, Zufriedenheit und Erfüllung. Den Lehrerberuf hat
Heinz Zak aufgegeben: "Ich geh meinem Herzen nach, denn die Augenblicke im Gebirge
werden für mich immer wertvoller" |